Conrad Wolfram über Kinder und die Begeisterung zur Mathematik

Sehr empfehlenswerter TED Talk von Conrad Wolfram, dem Bruder von Stephen Wolfram (der Macher der Suchmaschine WolframAlpha und Mathematica).

Ted.com: Conrad Wolfram on Teaching Kids Real Math With Computers

Er spricht über Matheverständnis und der Begeisterung für Themen die alle größtenteils von Mathematik abhängen oder direkt darauf basieren. Schön ist sein Beispiel, dass in der Schule gelehrt wird, dass ein gewisser Herr Hanibal mit Elefanten über die Alphen wollte gleichzeitig aber die Mathebildung in der Schule hinten an steht.

Fundstück: Klassiker „Propaganda“ von Edward Bernays online bei Scribd

Interessantes Fundstück bei Scribd: Der Klassiker „Propaganda“ von Edward Bernays in deuter Fassung zum Lesen online auf Scribd:

Edward Bernays – Propaganda.

Das Buch handelt vom Erfinder der PR und gehört zu den Klassikern der Disziplin.

Prof. Hüther über unlgückliche Kindheiten, Materialismus, Glücksgefühle die Wirtschaft und mehr

Gut zusammengefasst vom Prof:

„Und dann gibt es eine ganze Industrie, die wartet nur darauf, dass es möglichst viele Menschen mit ungestillten Bedürfnissen gibt – weil die halten die Wirtschaft am laufen. Das heißt wir brauchen Kindheiten, in denen die Kinder unglücklich gemacht werden. Wir brauchen Kindheiten, in denen die beiden Grundbedürfnisse (Freiheit und Entfaltung) der Kinder nicht erfüllt werden, weil wir sonst hinten keine Konsumenten hätten, die den ganzen Schrott kaufen, den kein Mensch braucht.“

Genialer Vortrag! „Glücksgefühle“ (Prof. Gerald Hüther) – YouTube.

Fragt sich nur, wann der Deutsche Michel das endlich mal kapiert. Ach so, ne – der ist ja aktuell in Zypern beschäftigt…

Wachstumskritik: Jan Müller hat genug – oder?

Die ZEIT in einem lesenswerten Bericht über das von den politischen Nichtskönnern herbeigebetete Wirtschaftswachstum. Vielleicht sollten all die Schläfer im Bundestag mal etwas mehr lesen, soll ja bekanntlich bilden. Dazu bietet sich dieser Artikel hervorragend an:

Wachstumskritik: Jan Müller hat genug | ZEIT ONLINE

Welche Ausmaße der Marketing-Konsumterror erreicht hat, zeigt besonders nett dieser Abschnitt:

„…eine Jeans, oder zwei, oder zwanzig, wählen aus zwischen: Regular Fit, Slim Fit, Comfort Fit, Loose Fit, Baggy und Boot Cut, zwischen Unwashed, Onewash, Sand Washed, Stone Washed, Double Stone Washed, Stone Bleached, Acid Washed, Bomber Washed, Navy Washed, Used Look und Destroyed Look…“

Amir Kassaei im Interview über die Dummheit der Werbebranche und ihre Angestellten

Aus dem SZ-Magazin: Ein herrliches Interview mit Amir Kassei („Kreativ-Chef“ von DDB Worldwide), in dem er ziemlich deutlich und klar über die Werbebranche und ihre Agestellten spricht:

Der Werber Amir Kassaei im Interview – Gesellschaft/Leben.

Am besten gefallen mit diese beiden Sätze:

„…Wenn Sie heute sagen, ich mache Werbung, gucken die Leute Sie mitleidig an und sagen: Herzliches Beileid!…“

„…Mit dem großen Rest würden Sie nie im Leben freiwillig eine halbe Stunde ein Bier trinken wollen. … Die richtig hellen Köpfe gehen heute nicht mehr in die Werbung…“

Amir vergisst nur eine Sache: Die richtig hellen Köpfe sind noch NIE in die Werbung gegangen. Das mit dem Bier unterschreibe ich ebenfalls sofort. Was soll man auch erwarten von Leuten, die sich für hip & cool halten, aber außer heisser Luft nichts produzieren. Ich kenne keinen Mathematiker, Physiker oder Informatiker der in einer dieser Werbe-Klitschen gelandet ist – warum? Richtig: Weil das Niveau dort weit unter der Nullmarke liegt…

AGRAPROFIT – die neue Öko-Marke ;-)

Folgende Aktion wurde mit der Unterstützung einiger Verbände auf einem Wochenmarkt in Deutschland lanciert – seht selbst:

AGRAPROFIT – Der Film – YouTube.

Interessant ist, dass manche der „Kunden“ nicht zu verstehen scheinen, dass es sich bei der ganzen Aktion um Satire handelt, mit dem Versuch den Konsumenten den Spiegel vorzuhalten.

Hifi-Voodoo: Goldkontakte, Röhrenverstärker und Anderes von den Audio-Schwätzern – debunked **forever**!

Ihr kennt das ja alle – ein dummer Troll am Tisch prahlt, wie gut seine Anlage ist, die er sich für X Tausend EUR gekauft hat: Er ist der festen Überzeugung, dass seine „Goldkontakt-Kabel“ das Hörerlebnis weiter steigern (warum er auch gut und gerne 50EUR pro Meter bezahlt hat); er schwärmt davon, er könne jetzt ganz genau hören, wie sich der Klang noch besser/toller/dynamischer/etc. entwickelt, weil er gerade bei Hersteller XY den neuesten Kram gekauft hat usw. usf.

Folgender Profi-Hifi-Shop führt in regelmäßigen Abständen „verblindete Tests“ durch, das Fazit steht hier – seht selbst. Der Besitzer hat durch diese regelmäßigen Tests Branchen- und Szeneweit einiges an Renomee geerntet.

1. Beitrag: http://www.hifiaktiv.at/?page_id=224

Fazit: Meine Erfahrung, dass fast Jeder der unverblindet testet (gilt ebenso für mich), der Suggestion bzw. dem berühmten Placebo-Effekt (durch positive/negative Erwartungshaltung) erliegt, wurde schon ‘zig Male bestätigt. In dem Moment wo gesagt wird: “so, und jetzt hören Sie mal…..” (die behandelte/unbehandelte CD, MP3/lossless, das teure/billige NF-Kabel, das teure/billige Netzkabel, teure/billige Komponenten, etc.), passiert etwas, das einem hypnoseartigen Kommando gleichkommt! 9 von 10 Testpersonen reagieren darauf. Sie glauben dann tatsächlich einen Klangunterschied zu hören, der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Gibt es dieses Kommando nicht (wie beim Blindtest), fällt dieser Effekt weg und die Realität bleibt übrig. Schlimm ist die Tatsache, dass die HiFi Magazine mit ihren Testberichten genau diese Kommandos auslösen. Auch in Form von “Workshops”, vor anerkennend nickendem Publikum. Besonders peinlich kann es werden, wenn eine Testperson bewusst “beschummelt” wird und ohne einer tatsächlich stattgefundenen Veränderung bzw. Umschaltung behauptet, dass “das jetzt völlig anders (besser, schlechter) klingt”. Dieser böse Trick funktioniert fast immer! Einen eindeutigeren Beweis für eine stattgefundene Suggestion kann es wohl nicht geben!
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Das Vorhaben, den Klang einer HiFi Anlage durch Zubehör, Gerätetuning, teurer Kabel usw. verbessern zu wollen, ist genau so sinnlos wie jenes, die Spitzengeschwindigkeit eines PKW’s beispielsweise durch Verwendung von “besseren” Reifen oder speziellem Motoröl erhöhen zu wollen. In beiden Fällen sind die Ansatzpunkte einfach die falschen!

Wenn also das nächste Mal euer Tischnachbar sich vor seinen Freunden als Hifi-Spezialist darstellt, weist ihn einfach auf diesen Artikel hin – insbesondere findet ihr diese Spezies bei KFZ-interessierten Honks sowie Mitarbeitern der Radio-Abteilungen der KFZ-Hersteller.

2. Beitrag: http://www.hifiaktiv.at/?page_id=177

Klingen Aufnahmen im datenreduzierten MP3 Format schlecht? Klingen selbstgebrannte CD’s schlecht?


Beides stimmt absolut nicht. Die selbstgebrannten CD’s sind keinesfalls von den originalen zu unterscheiden

Dass es Leute zu geben scheint, die dies behaupten, wusste ich gar nicht – das dürften dann wieder die üblichen Hobbybastler (~Auto-Tuner) aus dem Gebüsch sein, die am Wochenende mit ihren tiefergelegten Penisverlängerungen zu gewissen Veranstaltungen in Österreich fahren. Insbesondere diese Aussage zeugt primär von einer Sache: Einem unfassbaren Mangel an Technik-Verständnis. (Aber Hauptsache, man kann rumtrollen wieviele PS der 1er Golf hat, gelle)

Besonders empfehlenswert ist auch noch der „ganz böse Faketest“: http://www.hifiaktiv.at/?page_id=190

…Während dem ganzen Testablauf wurde also nie irgend etwas geändert!

Lest die verlinkten Beiträge einfach selbst und werft euch vor lachen auf den Boden 😀