Marokko verbietet Zeitunglesen in der Öffentlichkeit…

…aber nicht etwa weg. portenziell fragwürdiger Inhalte, sondern:

Um es den Verlegern rechtzumachen – damit diese mehr Einnahmen generieren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Marokko-verbietet-Zeitunglesen-in-der-Oeffentlichkeit-3232856.html

In Marokko soll verboten werden, Zeitungen und Zeitschriften in der Öffentlichkeit zu lesen – zumindest wenn der Leser für das bedruckte Papier nicht bezahlt hat….

…Damit kann das Printmedium in die Hände Dritter gelangen, die sich dann ebenfalls den Inhalt zu Gemüte führen können. So können mehrere Personen ein und das selbe Stück lesen…

Das wäre dann sozusagen das „marokkanische Leistungsschutzrecht“ 😉

 

Warum gründen kluge Künstler, Verlage und Plattenfirmen keine eigene Verwertungsgesellschaft?

Reinhard Jellen in der Telepolis über Künstler (und andere Urheber) und Verwertungsgesellschaften:

„Die Künstler wären besser beraten, für ihre eigenen Interessen zu kämpfen“ | Telepolis.

Gutes Zitat:

„Die Verwertungsindustrie weiß, dass sie durch das Internet mit dem Rücken an der Wand steht und lässt sich als Reaktion allen möglichen Unsinn einfallen, einen ganzen Bauchladen voller Märchen, Mythen und Legenden: Zum Beispiel das Gerede von illegalen Downloads, die Frage der Raubkopien, der Mythos vom geistigen Eigentum und dessen Diebstahl, das Märchen von der Umsonst-Kultur,. Selbst Leute aus der Musikindustrie wie Tim Renner sagen, dass das alles Quatsch ist. Es ist natürlich ein Rückzugsgefecht“

Dokumentarfilmer: „Illegale Downloads schaden uns weniger als ARD und ZDF“

Das ist doch mal eine interessante Aussage, von „direkt betroffenen“:

„Alle Welt redet in diesen Tagen über Internetpiraterie. Aber keiner redet darüber, dass ARD und ZDF jeden Tag Inhalte ins Netz stellen, ohne die Urheber dafür zu bezahlen“

Dokumentarfilmer: „Illegale Downloads schaden uns weniger als ARD und ZDF“ – Golem.de

 

Update:

Besonders empfehlenswert ist dieser Kommentar im Forum: „War Dokfilmer und hab den Job gewechselt“

Amtliche Bestätigung: Britische Richter verfehlen ihren Job und verstehen nichts vom Internet

Das höchste britische Gericht hat fünf britische Telco Provider dazu verpflichtet, für ihre Kunden den Zugriff auf www.thepiratebay.org zu blockieren. Die Begründung (wie üblich eine alte Kamelle): The Pirate Bay begehe Urheberrechtsverletzungen (in massivem Ausmaß)

heise online | Britische Provider müssen Pirate Bay blockieren

Warum (und wie) Linkverzeichnisse (und nichts anderes ist Pirate Bay) Urheberrechtsverletzungen begehen, ist bis heute von keiner juristischen Instanz erklärt. (Sicherlich hat die Content-Mafia eine [fadenscheinige] Erklärung)

Die Urheberrechtsverletzung begeht immer nur der, der die eigentliche Inhalte anbietet und weiterverbreitet – aber Pirate Bay verbreitet keine Inhalte. Es müsste daher korrekt lauten: „wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen„.

Aber hätte dann der Telco Provider nicht auch daran Schuld?

Warum ist der Entwickler des Bit-Torrent Protokolls noch auf freiem Fuß?

Andersrum: Wird bei einem Mord mit einer Schusswaffe auch der Verkäufer der Waffe belangt?

Ein Erfahrungsbericht eines eBook Käufers im Fortschrittsland der Dichter und Denker

Durch Zufall kam heute folgender Blog-Eintrag zum Vorschein: Ein Interessent versuchte ein eBook bei einem Online-Händler zu ordern – was zuerst auch funktionierte, sich dann aber zu einem Desaster entwickelte:

Im Bereich eMedien ist Deutschland gewolltes Entwicklungsland – ein Beispiel « Lupus est homo homini..

YouTube unterliegt gegen GEMA vor Hamburger Landgericht

Leider ist Youtube in der neuen Gerichtsentscheidung gegen die GEMA-Abzocker unterlegen – noch dazu mit einer empfindlichen Auflage:

Urteil im Gema-Streit: YouTube muss alle neuen Uploads prüfen – SPIEGEL ONLINE.

Hervorzuheben ist die Liste der ursprünglich sieben Stücke, um die es initial in dem Prozess ging (Liste aus Artikel entnommen):

Christian Bruhn „Zwei kleine Italiener“ Conny Froboess 1962
Christian Bruhn „Akropolis adieu“ Mireille Mathieu 1971
Alex Joerg Christensen „Ritmo de la noche“ Chocolate 1990
Alex Joerg Christensen „Sex An Der Bar“ Alex C. feat. Y-Ass 2008
Alex Joerg Christensen „Night in Motion“ U96 1993
Michael Cretu „In The Shadow, in The Light“ Enigma 2003
Frank Dostal „Lieder, die die Liebe schreibt“ Nana Mouskouri 1978
Alexander Kaiser „I feel like you“ X-Perience 2007
Hajo Lewerentz (Hayo Panarinfo; Hayo Bauer; CKioni) „Club Bizarre“ U96 1995
Franz Reuther (Frank Farian) „Rivers of Babylon“ Boney M. 1978
Rolf Zuckowski „Lieder, die wie Brücken sind“ Rolf Zuckowski 1982
Rolf Zuckowski „Im Kindergarten“ Rolf Zuckowski 1994

Da muss man sich wirklich an den Kopf fassen: Wäre gegeben, dass es der GEMA um heutzutage wirklich erfolgreichen Content geht, könnte man den Anstoß des Disputs ja noch verstehen – aber bei diesem uraltem Schrott?

Chaos Computer Club: Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber

Der CCC in einem offenen Brief über die Dreistheit der Tatort-Drehbuchautoren, sich darüber zu mockieren, dass ihre von der GEZ bezahlten (Schrott)Werke von Erika und Max Mustermann im Internet kopiert werden:

CCC | Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber

Was sind diese Tatort-Drehbuchschreiber eigentlich für unterblichtete Individuen? Verballern pro Jahr mehrere Milliarden an Zwangsgebühr, haben ein gesichertes Einkommen dank des Deutchen-Michels usw. usf.

Wünschenswert wäre, wenn alle Bürger dieses Landes einfach mal den Tatort getrost ignorieren, Jahre lang, damit diese überbezahlten Knallköppe mal merken, wie gut es ihnen jahrelang im Staats-Zwangs-Gebührenfernsehen ging.

P.S.: Den Tatort kann man auch getrost ignorieren, führt er doch – wie nahezu jedes Fernsehprogramm – zu einer Rückentwicklung des geistigen Vermögens – bei den Drehbuchautoren eben dieser Sendung ist dieser Effekt schon eingetreten, wie wir sehen können.

Britischer Student wird wegen Urheberrechtsverletzung ausgeliefert – an die USA

Die Content-Mafia hat es wieder geschafft: Die britischen Behörden liefern einen britischen Studenten (mit britischer Staatsbürgerschaft) an die USA aus, weg. einer Website auf der Links zu Hollywood-Trash geshared wurden:

Copyright-Vorwurf: Brite soll an die USA ausgeliefert werden – Heise Online

GEMA zockt nun auch chinesische Lokale ab

Die GEMA hat Verträge mit den zwei größten chinesischen Verwertungsgesellschaften, die sie jetzt auch vermerht auszunutzen scheint. Immer mehr asiatische Restaurants erhalten Zahlungsaufforderungen für die gespielte chinesische Musik:

Müssen GEMA-Mitarbeiter bald Mandarin lernen? | Telepolis